Twitter hat mich restored – und ich darf weiter twittern

Was für ein Abend. Der Twitter Support hat meinen @GrafDal Account wieder zum Leben erweckt und mein alter Digital-Wecker wird im nächsten Bella Block-Krimi  zwar  keine Haupt-, so doch eine Nebenrolle spielen (siehe blog.hamburgschanze.de).

Die Informationsmail vom Twitter-Supporter delbius ist kurz und knackig:

E-Mail vom Twitter Support

Erkenntnisse, die ich aus diesem kurzweiligen Twitter-Krimi gewonnen habe:

Mindestens 2 aktive Twitter-Accounts

Möchte man sich ernsthaft mit Twitter befassen und es als Vertriebs- und/oder Kommunikationskanal nutzen, sollte man auf jeden Fall mehr als einen aktiven Account haben. Im Fall einer fehlerhaften Sperre kann man so zumindest Tweets absetzen, um darüber zu informieren.

Twitter-Alias nicht auf Print-Produkten verwenden

Das Verwenden der Twitter-Adresse auf Kommunikationsmitteln wie Visitenkarten oder anderen Printprodukten ist mit Vorsicht zu genießen. Man stelle sich vor: Messe steht an, Plakate  mit den Social Media Kontaktdaten gedruckt und am Tag der Messe passiert Twitter ein automatischer Fehler.

Festhalten – wo der Twitter-Alias hinterlegt ist

Notiert euch, wo und in welcher anderen Anwendungen, Onlinediensten oder Netzwerken der Twittername angegeben ist. Ich habe mich heute schon gefragt, wo ich mich überall einloggen muss, um die Daten zu ändern. Das bleibt mir zum Glück – dieses Mal – erspart.

Twitter: Suspended via @GrafDal

Heute morgen habe ich noch gedacht, dass sich das Problem schnell beheben lassen wird und Twitter ganz schnell seinen Irrtum bemerkt. (http://socialmedia.dalila-graf.de/2010/08/uberleben-ohne-facebook-geht-aber-ohne-twitter/)

Aber Pustekuchen.  Nachdem mein erster Versuch scheiterte, das Ticketsystem von Twitter zu befüllen (wurde mit einer 403 Forbidden-Seite quittiert)  hatte der 2. Versuch immerhin zur Folge, dass ich eine E-Mail erhielt; Ich möge doch einmal die Twitter-Regeln lesen um zu schauen, gegen welche Regeln ich verstoßen haben könnte.

Zufälligerweise gehöre ich tatsächlich zu den Leuten, die – bevor sie sich bei einem Service anmelden – die dortigen Regeln durchlesen. Ok – das mag altmodisch und spießig sein,  und ich gebe es selten öffentlich zu – aber ich lese AGB, Datenschutzhinweise und ähnliches tatsächlich.

Aber gern habe ich die Twitter-Regeln noch einmal gründlich studiert, damit  ich auch dem nächsten Hinweis in der E-Mail Folge leisten konnte. „Man möge doch dem Support mitteilen, aus welchem Grund man meint, dass der eigene Account „suspended“ wurde.“

Hm, an diesem Punkt hätte ich mir einen klitzekleinen Hinweis gewünscht, was denn zum „suspenden“ geführt haben könnte. Ich als mitteltechnikaffine Internetuserin mag nicht beurteilen, ob mein Account gehackt wurde oder welcher meiner Follower für mich schlecht ist. Aber egal – nach dem ich die Regeln verzweifelt nach dem Grund meiner Deaktivierung durchforstet hatte, fiel es mir siedendheiß ein:

Im Zuge diverser Tests diverser Services aus den unzähligen 5 bis 15-Tipp-Tweets selbst ernannter Twitter-Experten habe ich mich vor einigen  oder Monaten naiv auf den TwitterTrain gesetzt, der mit dem Erwerb von garantierten 25 Followern wirbt. So ziemlich genau zwei Minuten nach dem Aktivieren hatte ich es schon bereut, denn die darüber generierten Follower fand ich nicht besonders spannend – aber was testet man nicht alles, wenn man neu bei Twitter ist – das ist doch gerade der – oder besser mein – Spaß dabei.

Was allerdings die letzten Tage merkwürdig ist – sowohl mit dem GrafDal als auch mit dem hamburgschanze Account, folgen mir dubiose Leute. Sie haben wahlweise keine Tweets – dafür zig Follower – oder einige Tweets – aber keine Follower. Hätte ich diese nach Sichtung des Profils gleich blocken oder als Spam melden müssen?

Im Moment bin ich etwas unsicher und traue mich kaum, meinen (noch) vorhandenen Account hamburgschanze zu verwenden. Auf der anderen Seite wäre es eine Herausforderung, einen Socialmedia-Blog zu betreiben, ohne Twitter und Facebook zu betreiben, die die beiden meist erstgenannten mit Social Media assozierten Dienste sind.

Wir werden sehen – es soll ja auch Leute geben – die komplett ohne Internet leben – was für ein Alptraum :)