Der Trick mit dem Facebook Dislike-Button

Täglich auf der Suche nach Gründen, warum ich mich noch immer nicht auf Facebook anmelde, kommt mir dieser Artikel gerade recht.

Die Facebook-Falle mit dem Dislike-Button

gefunden auf heise.de

Da ich meine Meinung zu irgendwas noch nicht mal über den „Gefällt mir“-Button loswerden kann, bleibt mir auch das zweifelhafte Vergnügen erspart, „Opfer“ von gefakten „Dislike-Buttons“ zu werden.

Der „Dislike-Button“ ist ein Feature, das die Facebook-Macher den Nutzern des sozialen Netzwerks trotz starker Nachfrage hartnäckig vorenthalten.

Das ein „Gefällt mir nicht“-Button allerdings so stark nachgefragt wird, stimmt mich nachdenklich. Gibt es hierüber Erhebungen, in welchen Facebook-Ländern der Ruf nach „Dislike“ am lautesten ist? Könnten sich interessante Einblicke in die Grundstimmung einer Nation ergeben.

Die Crux mit dem „Gefällt mir“-Button

Mein erstes Frust-Erlebnis mit dem „Gefällt mir“-Button habe ich unbeschadet überwunden. Aber was bedeutet dieses Symbol der Sympathie-Bekundung wirklich? Was genau sage ich meinen Freunden, wenn ich auf  „Gefällt mir“ klicke?

Fall I

Mir gefällt ein Beitrag so unglaublich gut, weil er toll geschrieben ist und ein interessantes Thema behandelt = „Gefällt mir“

Fall II

Mir gefällt das Thema eines Beitrages, ist aber nicht so toll geschrieben – ok -Meisterschreiber muss man nicht sein, um interessante Themen an die Öffentlichkeit zu bringen, also klicke ich auch. Wissen dann meine Freunde, was ich so toll finde?

Fall III

Ich sehe die Headline  „Kettensägenmassaker im Schanzenviertel“. — Und nun? Wenn ich jetzt auf „Gefällt  mir“ klicke – habe ich dann

a) den Bundesverfassungsschutz vor der Tür?

b) „getargete“ Werbung in meinem Browser, die mir freundlich den Besuch eines Psychologen anpreist?

c) oder – das wäre mir die liebste Variante – ein Sonderangebot für den nächsten Shooter im E-Mail-Postfach?

P.S. Der unaufmerksame Leser mag sich fragen, warum hier unter diesem Artikel die Socialbookmarking-Buttons hängen. Da steht nirgends „Gefällt mir“ ;)

P.P.S. Ich habe schon gemerkt, dass es früher Fan hieß – aber die Änderung zu Gefällt mir wird auch unter Facebook-Fans – oder heißt es jetzt „Gefaller“? –  kontrovers diskutiert,
z. B. hier:
webmarketingblog.at/2010/04/19/facebook-fanseite-gefaellt-mir-statt-fan-werden/

P.P.P.S. Aber dieser Anwender hat wirklich Frusterlebnisse mit dem „Gefällt mir“. Da sind meine Probleme Peanuts gegen.

Neulich in der Mittagspause – der polnische Abgang

Neulich ist  in meiner Twitter-Follower-Liste jemand aufgetaucht, der mit schwarzer Kapuze so aussah, als wäre er einer meiner Nachbarn aus der Roten Flora im Schanzenviertel. Neugierig, was diesen jungen Herrn umtreibt,  habe ich auf das Profil geklickt und lande auf seiner Facebook-Seite.

Das hat mich überrascht. Jemand, der bei der Erwähnung von Webcams zur Überwachung einschlägig bekannter gefährdeter Geschäfte sich vermutlich über einen Überwachungsstaat beschweren würde, sich aber auf Facebook scannen lässt.

Aber das ist jetzt  nicht Thema – es waren die Gruppen denen er folgt, angehört  oder die er gut findet, die für eine heitere Mittagspause sorgten. Eine dieser Gruppen heißt „Polnischer Abgang“.

Unter anderem hatte ich viel Spaß mit meinem Kollegen G. aus H. mit der Frage, was sich dahinter verbergen könnte.

Polnischer Abgang auf Facebook

Da das über 46.000 Personen gefällt – muss es etwas großartiges sein :) Habe enthusiastisch auf den „Gefällt mir“-Button geklickt und erhalte die Info, dass ich mich erst registrieren muss, um meinem Freundeskreis mitteilen zu können, dass ich einen etwas eigenartigen Geschmack habe. Was für ein Frusterlebnis. Das einzige, was mich davon abgehalten hat, sofort auf die „Registrieren“-Schaltfläche zu klicken, war die abgelaufene Mittagspause.

Mein Lerneffekt: Nicht nur Personen oder Unternehmen sind auf Facebook zu finden, sondern alles, was die Menschen so bewegt. Faszinierend.

  • P.S.: Das Bild ist übrigens extra nicht mit der Gruppe verlinkt.  46.386 Freunde müssten reichen.
  • P.P.S: Einfach googeln polnischer Abgang Facebook