Pheed: Aus der Serie – Netzwerke – die nicht getestet werden

Gestern wurde ich auf Facebook gefragt, warum ich denn noch nicht über Pheed berichtet hätte.

Meine spontane Antwort war – dass mein Bedarf an „Socialisation“ zur Zeit gedeckt ist und ich trotz einer großen Testaffinität noch nicht mal die letzten drei Netzwerke anschauen konnte, bei denen ich mich angemeldet habe.

Da aber der Name Pheed schon einmal gefallen ist, siegte die Neugier und ich schaute mir den zur Verfügung gestellten Link etwas genauer an. Dort schreibt der Social Media Blog netzschnipsel.de das man das Netzwerk jetzt auch mobil erkunden könne Pheed goes mobile.

Den Artikel gescannt und auf den den ersten Blick erkannt:  Ich gehöre glücklicherweise nicht zur Zielgruppe. 

„[…]Seit vorgestern ist zumindest eine iOS Variante vorhanden und dem Besuch auf dem stylischen Hipnetzwerk steht nichts mehr im Wege […]“

Stylische Hipnetzwerke, die vermutlich erst durch eine iOS App stylisch werden – na ja.

Available on the iPhone App StoreEs gibt übrigens auch eine Android App, aber auf der Startseite von Pheed  prangt nur ein „Available on the iPhone“ – das ist in etwa so sexy als würde dort stehen, optimiert für Internet Explorer.

 

… und weiter im Text:

„[…]ein paar Social Media Enthusiasten sind hier anzufinden und viele Teenager, die ihr Stars und Sternchen verfolgen[…]“

Puh – Glück gehabt – weder bin ich Teenager, noch ein Star oder Sternchen, und was ein Social Media Enthusiast ist, hat sich mir bis heute nicht erschlossen.

Pheed hat den immerhin knackigen Slogan „Express yourself“ auf die übliche Social Media – „Loggedichmitfacebookodertwitterein“-Startseite gepackt – wobei doch passender wäre „Express yourself also here and here and here“  

 

Und das macht es:

  • Pheed ist eine neue Social Media Platform, die im August 2012 gestartet wurde. Auf Pheed kann man Inhalte teilen und anderen Kanälen folgen.
    (warum nur habe ich grad ein Déja vù?)
  • Das Teilen ist auf alle Dateiformate angelegt, von Sprache und Audio über Live-Übertragungen und natürlich auch Text, Photos und Videos.
  • Das, was Pheed von anderen Netzwerken unterscheiden soll, ist die Möglichkeit, dass die User ihre Inhalte monetarisieren können. Sie können ihren Pheed Channel kostenlos aber auch für eine monatliche Gebühr anbieten – zum Beispiel um „Pay-Per-View-Live-Broadcasts“ anzubieten.

Das hört sich für mich nach einer tollen Plattform für „Ruf-mich-an-Live-xxx“  an. Das dann aber total hip, stylisch und tätowiert.

Sex sells – aus dieser Richtung betrachtet, könnte Pheed tatsächlich ein tragendes Geschäftsmodell enthalten.

P.S. Nur am Rande bemerkt – das Keyvisual erweckt bei mir eher die Assoziation an martialische Vereinigungen als ein hippes stylisches Netzwerk – wohl auch eine Generationenfrage.

P.P.S: @Daniel – jetzt ist die Antwort doch etwas länger geworden, als gedacht ;)

Veröffentlicht von

Dalila

Seit 1998 online und bekennender Online-Junkie. Fragt sich häufig, wie sie vor 1998 das Leben organisiert hat. Ist nur tageweise Naturfreund, raucht nicht mehr, isst keine industriell verfeinerten Lebensmittel, fährt seit drei Jahren mit wachsender Begeisterung Fahrrad, wohnt in der schönsten Stadt Deutschlands im nicht ganz so schönen, dafür sehr lebendigen Schanzenviertel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Please leave these two fields as-is:

Protected by Invisible Defender. Showed 403 to 117.537 bad guys.