Eine Woche der Missgeschicke mit drei Service-Highlights

Monatelang ist das Leben ein langer ruhiger Fluss, nur unterbrochen von trivialen Statusmeldungen auf irgendwelchen Netzwerken. Dann beginnt sich die Woche der Missgeschicke leise durch drei zerbrochene Gläser und eine zerschlagene Lampe anzukündigen. Und nein – ich hatte keinen häuslichen temperamentvollen Streit mit fliegendem Porzellan, sondern nur zwei linke Hände.

Diese Woche hat mir trotz der weiteren kleinen Missgeschicke insgesamt drei Service-Highlights gebracht. Lest hier, was mir in der Woche vom 6. bis 10. Mai 2013 passiert ist.

Montag morgen auf dem Weg zur Arbeit – der Überschlag

Fahrrad repariert
Fahrrad repariert

Fünf Meter von meiner Haustür entfernt, entscheidet sich die Kette meines Lieblingssportgadgets, sich enger mit der Kurbel zu verbinden, als mir gut tut. Die Blockade bewirkt, dass irgendwie das Hinterrad vor dem Vorderrad liegt und zwischendrin im Lenker mein Bein verhakt ist.

Dabei auf dem Rücken liegend, stelle ich mit Entzücken fest, dass binnen Sekunden drei freundliche Passantinnen und frühstückende Mütter herbeieilen und mir sowohl aus dem Fahrrad, als auch auf die Beine helfen. Eine läuft sogar auf die Straße, um meine davongeflogene Luxuslampe  und andere Kleinteile aufzusammeln. Die ebenfalls zahlreich vertretenen männlichen Zuschauer schauten interessant, wenn auch etwas untätig zu – waren ja auch schon genügend Helferinnen dabei.

Danke schön an die unbekannte Helferinnen 

Nach einem kurzen Restop zu Hause für Kleidung wechseln und Verband anlegen – gings dann mit einer Stunde Verspätung zur Arbeit, mit dem HVV, denn Fahrrad fahren wollte ich für heute nicht mehr.

Dienstag morgen

Am Dienstag habe ich erfahren, dass man im Fall eines Wegeunfalls, (so nennt man Unfälle auf dem Weg von und zur Arbeit) diese unbedingt melden muss und das möglichst bei einem Durchgangsarzt. Da ich neben dem lädierten Ellenbogen noch geprellte Beine und leichte Beschwerden in der Schulter hatte, mich auf die Recherche begeben, welcher Arzt in Frage kommt. Habe natürlich erst gegoogelt und nur Ärzte in der Nähe gefunden, deren Bewertungen mich abschreckten. Das dann dazu, wie hilfreich das Internet sein kann. Wäre großartig, wenn mehr über gute als über schlechte Erfahrungen geschrieben werden würde, das macht die Suche einfacher.

Eine Kollegin erzählte mir von der Praxis ihres Herzens. Dort angerufen, habe ich erfahren, dass nicht alle die Zulassung als Durchgangsarzt haben, aber sie konnte mir eine Praxis empfehlen. Kurzer Onlinecheck ergab, der gute Mann hat nur eine Baustellenseite – normalerweise ein „Nogo“ ;) – trotzdem dort angerufen und mich für  Mittwoch morgen angekündigt. Ich könne um 9:00 dort erscheinen und müsste Wartezeit mitbringen.

Dienstag nachmittag – Fahrradservice mit Herz für Vielfahrer

Nach dem Überschlag hatte mein Fahrrad den Kampf mit meinem Oberschenkel verloren und sah nicht mehr ganz verkehrssicher aus.

Außerdem war der  Kettenstreik sicher die Strafe mangelnder Inspektionen meinerseits. Bin daher mit dem Fahrrad vorsichtig und langsam zum Händler meines Vertrauens gefahren, in der Hoffnung, dass der Service und die Reparatur sicher noch vor dem Wochenende zu erledigen sei.

Die erste Auskunft:  Kannst dein Fahrrad hier lassen, kann aber 3 1/2 Wochen! dauern. Mein entsetzter Blick führte zur Aussage – ok – 2 Wochen?

Das war noch immer weit vom Wochenende entfernt, so dass ich das Fahrrad nahm, und sagte, dann fahre ich halt so weiter, wird schon schiefgehen.

Das konnte er nun wiederum nicht zulassen, packte das Fahrrad, richtete, was binnen fünf Minuten zu richten war und wir vereinbarten einen Termin für einen richtigen Check, mit morgens hinbringen und abends wieder abholen.

Das war das erste Service-Highlight dieser Woche und sowas von nett. Ich hoffe, seine Kollegen haben ihm verziehen, dass er meinem Fahrrad außer der Reihe geholfen hat.

Mittwoch morgen – ein Chirurg der besonderen Art

Mit dem zwischenzeitlich wieder fahrbaren Rad zum Arzt gefahren. Der Besuch dort, war eine der besten Arztbesuche der letzten Jahre. Mag damit zusammenhängen, dass ich nicht wirklich krank war, sondern nur die  Unfallanzeige loswerden musste, aber hervorragend war:

  • Trotz angekündigter Wartezeit, die ich mitbringen sollte, konnte ich grad mal 3 Kindle-Seiten lesen und wurde schon aufgerufen.
  • Nach weiteren fünf  Minuten kam ein gut gelaunter Arzt herein, der aufmerksam den vorher detailliert von der Helferin aufgenommenen Bericht las.
  • Er nahm sich viel Zeit und wir hatten nebenbei noch Gelegenheit für einen netten Plausch über die Chirurgie und Othopädiesituation im Allgemeinen und seine fehlende Website im Speziellen.

Schade, dass man Chirurgen nicht als Hausarzt haben kann ;) und das war das zweite Service-Highlight der Woche.

Wer auf der Suche nach einem Chirurgen, Orthopäden oder Durchgangsarzt ist:  Dr. Alexander Schmidt, Seewartenstraße 10 in Hamburg

Donnerstag – Vatertag ohne Katastrophen

Der Donnerstag verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Außer, dass mein Lieblingsmobilgadget am Abend etwas zögerte, aufgeladen werden zu wollen. Da mein Galaxy Note 2 bis dato einwandfrei und ohne Mucken funktionierte, habe ich das nicht so ernst genommen, aber trotzdem mal wieder alles „gesynct“ und gesichert, was man so „syncen“ und sichern kann.

Und das war gut so, denn am …

Freitag morgen

gab es keine Möglichkeit mehr, etwas mit Telefon zu tun. Weder Zugriff über Kabel und PC, noch über Wi-Fi, Ladekabel-Tausch, Akku raus und rein, versuchter Factory-Reset  – bringt das Telefon dazu, etwas anderes als ein schwarzes Display zu zeigen.

Was mich begeisterte – ich habe die Rechnung für das 5 1/2 Monate alte Stücke sofort gefunden und hätte auch nahtlos ein Ersatztelefon in Betrieb nehmen können, wenn die Micro-Sim des Note 2 in ein Galaxy Nexus passen würde.

Das führte zu einem Arbeitstag ohne Mobiltelefon. Funktionierte wider Erwarten super. Ich konnte einfach aufs Fahrrad steigen und losradeln, ohne auf GPS und andere Dinge warten zu müssen.

Freitag nachmittag

Habe das Telefon trotzdem am Nachmittag zum Verkäufer getragen und für die Fehlerfindung abgegeben. Total lieb, der Servicemitarbeiter antwortete auf meine Frage nach dem Adapter mit einem bedauernden Schulterzucken, sagte, sie seien komplett ausverkauft aber … dann verschwand er …

und kam fünf Minuten später wieder, puhlte einen Adapter aus der Verpackung und schenkte ihn mir mit den Worten „hab noch einen gefunden“.

Danke schön – kleine Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaft und speziell dieses hat mir eine hektische Odyssee durch die restlichen Telefonläden der Stadt erspart. Das war das dritte Service-Highlight dieser Woche.

Freitag abend

Etwas entspannt sehe ich die Note 2-lose Zeit nur, da  ich für die nächsten zwei Wochen, die es voraussichtlich beim Samsung verweilen wird, aus unserem Techniklager zuhause mithilfe des Karten-Adapters ein Galaxy Nexus als Ersatztelefon vewenden kann.

Was mich begeistert: dass ich es hoffentlich nur zwei Wochen benutzen muss.

Im Vergleich zum Note 2 ist die Bedienung und Ausstattung eines Galaxy Nexus ein Rückschritt um Generationen.

Positive Erkenntnis: Kein anderes Telefon kann mich zur Zeit mehr begeistern und meine Wahl 2012 auf die Note-Reihe umzusteigen, war richtig.

Jetzt verstehe ich auch, warum andere Samsung-Android-Benutzer als erstes immer ihr Telefon rooten wollen – das braucht man beim Note 2 einfach nicht, da es schon von Haus aus optimal bestückt ist ;)

Fazit:

  • Fahrradunfall führt zu tollem Arzt
  • Endlich Termin für längst überfälligen Serviceteam fürs Fahrrad vereinbart
  • Bestätigung, dass es noch netten Service gibt (Medizinisch, Fahrrad und Technik)
  • Erkenntnis, dass me Telefon des Herzens – das Samsung Galaxy Note 2 – noch immer die richtige Wahl ist
  • Alles wird gut ;)

Es ist Samstag – und das Leben ist wieder ein langer ruhiger Fluss … bestimmt – oder?

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Dalila

Seit 1998 online und bekennender Online-Junkie. Fragt sich häufig, wie sie vor 1998 das Leben organisiert hat. Ist nur tageweise Naturfreund, raucht nicht mehr, isst keine industriell verfeinerten Lebensmittel, fährt seit drei Jahren mit wachsender Begeisterung Fahrrad, wohnt in der schönsten Stadt Deutschlands im nicht ganz so schönen, dafür sehr lebendigen Schanzenviertel.

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