Die Crux mit dem „Gefällt mir“-Button

Mein erstes Frust-Erlebnis mit dem „Gefällt mir“-Button habe ich unbeschadet überwunden. Aber was bedeutet dieses Symbol der Sympathie-Bekundung wirklich? Was genau sage ich meinen Freunden, wenn ich auf  „Gefällt mir“ klicke?

Fall I

Mir gefällt ein Beitrag so unglaublich gut, weil er toll geschrieben ist und ein interessantes Thema behandelt = „Gefällt mir“

Fall II

Mir gefällt das Thema eines Beitrages, ist aber nicht so toll geschrieben – ok -Meisterschreiber muss man nicht sein, um interessante Themen an die Öffentlichkeit zu bringen, also klicke ich auch. Wissen dann meine Freunde, was ich so toll finde?

Fall III

Ich sehe die Headline  „Kettensägenmassaker im Schanzenviertel“. — Und nun? Wenn ich jetzt auf „Gefällt  mir“ klicke – habe ich dann

a) den Bundesverfassungsschutz vor der Tür?

b) „getargete“ Werbung in meinem Browser, die mir freundlich den Besuch eines Psychologen anpreist?

c) oder – das wäre mir die liebste Variante – ein Sonderangebot für den nächsten Shooter im E-Mail-Postfach?

P.S. Der unaufmerksame Leser mag sich fragen, warum hier unter diesem Artikel die Socialbookmarking-Buttons hängen. Da steht nirgends „Gefällt mir“ ;)

P.P.S. Ich habe schon gemerkt, dass es früher Fan hieß – aber die Änderung zu Gefällt mir wird auch unter Facebook-Fans – oder heißt es jetzt „Gefaller“? –  kontrovers diskutiert,
z. B. hier:
webmarketingblog.at/2010/04/19/facebook-fanseite-gefaellt-mir-statt-fan-werden/

P.P.P.S. Aber dieser Anwender hat wirklich Frusterlebnisse mit dem „Gefällt mir“. Da sind meine Probleme Peanuts gegen.

Veröffentlicht von

Dalila

Seit 1998 online und bekennender Online-Junkie. Fragt sich häufig, wie sie vor 1998 das Leben organisiert hat. Ist nur tageweise Naturfreund, raucht nicht mehr, isst keine industriell verfeinerten Lebensmittel, fährt seit drei Jahren mit wachsender Begeisterung Fahrrad, wohnt in der schönsten Stadt Deutschlands im nicht ganz so schönen, dafür sehr lebendigen Schanzenviertel.

6 Gedanken zu „Die Crux mit dem „Gefällt mir“-Button“

  1. Das ist jetzt der fünfte (von sechs plus einem Guestpost) Beitrag über Facebook in diesem Blog mit dem Titel „Überlebenstechniken im Social Web ohne Facebook“.
    Erinnert ans Zölibat, das ja auch nicht funktioniert: Was man nicht darf ist genau deshalb über alle Massen faszinierend.

    Fazit: Es gibt kein Leben, geschweige denn Überleben ohne Facebook – zumindest für diesen Blog.

    Darum hier der ultimative Link für die Verfasserin:
    http://ow.ly/2kzbP

    1. Markdot, du bist jetzt auf dem richtigen Weg den „Sinn“ dieses Blogs zu erkennen. Der Titel – „Überleben ohne Facebook, ohne mich bei Facebook registrieren zu müssen, oder eine Gruppe dort zu gründen“ hört sich sperrig an. Und das mit dem Registrierungs-Link – führe mich nicht in Versuchung, denn mein Wille schwächelt, aber mein Fleisch ist noch stark ;)

      1. der Blog-Titel müsste in diesem Fall korrekte heissen:
        “Überleben *MIT* Facebook, ohne mich bei Facebook registrieren zu müssen, oder eine Gruppe dort zu gründen”.

        Bist du eigentlich katholisch?

        1. Bist du eigentlich katholisch?

          Nein, ich bin konfessionslos. Habe allerdings als Kind viele Varianten des 1. und des 2. Testamentes gelesen. Ich fands spannend, besonders wie unglaublich alt die Leute damals geworden sind. Und ich wollte wissen, was das ist, woran ich nicht glaube. Und der letzte Grund: ich fand die Stelle im 12. Buch der Richter spannend, wo die böse Dalila dem armen Samson die Kräfte stiehlt.

          1. Der Zölibat (von lat. caelebs „allein, unvermählt lebend“; umgangssprachlich manchmal auch das Zölibat) bezeichnet das Versprechen, für das weitere Leben die Verpflichtung zur Ehelosigkeit zu übernehmen. Quelle: Wikipedia

            Ich begebe mich mal auf die Suche, wo ich das „Fölibat“ abgeben kann.

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