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Der Threema-Hype: Warum wollen Facebook-User wegen des WhatsApp-Einkaufs ihre Lieblingsplattform ruinieren?

Ich oute mich.

Auch ich fand die erste Meldung über den WhatsApp-Kauf von Facebook interessant. Aber mehr im Hinblick auf  diesen absurd hohen Preis, als dass mich der neue Eigentümer whatsapp_180x120erschüttert hätte. Was wäre eigentlich die Reaktion gewesen, wenn es Google, Yahoo oder Microsoft gewesen wäre?

Ein halber Tag vergeht, und es sprießen WhatsApp-Alternativen, Ranglisten und Anfragen aus dem Boden.  Als sei WhatsApp erst nach dem Verkauf an Facebook unsicher geworden und es nicht schon immer gewesen ist.

Muss mich nochmal outen: Ich verstehe es nicht.

Threema ist der neue Star am Messenger-Himmel. Könnte man meinen, wenn man die Google App Hitparade und die Berichterstattung in den Medien betrachtet. Egal ob IT-Experten, Mobilefachleute oder sonstige Blätter – wenn sogar die Hamburger Morgenpost als Regionalblatt am 21.02.2014 titelt : WhatsApp-Alternative stürmt die Charts und damit Threema bewirbt – na – dann muss es wohl die Alternative sein.

„Die User seien mit dem Programm zufrieden, auch wenn die Nachrichten zeitverzögert ankämen und sie nur angezeigt werden, wenn Threema geöffnet sei“.  

Super Sache für einen Instant Messenger. Auch dass alte OS nicht mehr unterstützt werden,  schließt einen größeren Benutzerkreis zumindest in meinem Bekanntenkreis aus.

Aber sehen wir das doch so. Ich gönne das den Schweizer Jungs von Herzen, und vielleicht kann Google  in einigen Monaten Threema einen Milliardendeal anbieten. Bei WhatsApp konnten sie mit „nur“ 10 Mrd Dollar nicht punkten.

Update 01.03.14: Der Postillon meint das auch ;) www.der-postillon.com/2014/02/google-kauft-whatsapp-konkurrenten.html

Zurück zu meiner eingangs gestellten Frage an all die Facebook-Fans und -Jünger, die aktuell auf der Facebook-Plattform diskutieren, zu welcher Alternative man wechseln müsse:

Was passiert, wenn das alle WhatsApp-User tatsächlich tun und damit Facebook 19 Milliarden in den Sand gesetzt hätte?

Verwendet ihr auch den Facebook-Messenger nicht mehr? Darf ich euch keine Facebook-Nachrichten mehr schicken?

Muss ich zu den Alternativen wechseln:  Threema, Telegram, Surespot, Linphone, TextSecure …

Wer sich auch noch nicht sicher ist: 

 

P.S. Google+ und Hangouts gibt es auch noch. Auch wenn vielleicht die Nachricht „bin in fünf Minuten zu Hause“ nicht per asymmetrischer Kryptografie verschlüsselt wird, ist es für die Übergangszeit eine Alternative für die Unentschlossenen ;)

 

 

 

Veröffentlicht von

Dalila

Seit 1998 online und bekennender Online-Junkie. Fragt sich häufig, wie sie vor 1998 das Leben organisiert hat. Ist nur tageweise Naturfreund, raucht nicht mehr, isst keine industriell verfeinerten Lebensmittel, fährt seit drei Jahren mit wachsender Begeisterung Fahrrad, wohnt in der schönsten Stadt Deutschlands im nicht ganz so schönen, dafür sehr lebendigen Schanzenviertel.

2 Gedanken zu „Der Threema-Hype: Warum wollen Facebook-User wegen des WhatsApp-Einkaufs ihre Lieblingsplattform ruinieren?“

  1. Gerüchte gab es ja immer wieder über die Übernahme, also war das Ganze nur eine Frage der Zeit. Deshalb sofort nach Alternative zu schauen, ist doch etwas unüberlegt. Man sollte sich schon genau Gedanken darüber machen, warum man den Anbieter wechseln wird, denn am Ende bringt jeder Messenger seine Vor- und Nachteile mit sich.

    1. Sehe ich genauso. Die Aufregung hat sich zwischenzeitlich wohl auch schon wieder gelegt. In der Zwischenzeit hatte ich die Gelegenheit, Line für Gruppenchats und TextSecure einfach aus Interesse, nicht aus Sicherheitsgründen, zu testen. Line gefällt – bei TextSecure scheint nicht gewährleistet, dass man tatsächlich Nachrichten erhält.

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