Das schafft noch nicht mal Google

Gestern die Internet World Business aus dem Postfach geholt. Das Blatt, das sich mit Online-Werbung, E-Commerce und Technik beschäftigt, scheint diesen Monat das Motto an die Redakteure ausgegeben zu haben: „Wer etwas schreibt, ohne Facebook zu erwähnen – hat verloren.“
Facebook entwickelt eine faszinierende Omnipräsenz.

In Ausgabe 16/10 vom 2. August 2010 finde ich beim Durchblättern 16  Artikel und Erwähnungen:

Seite 1:

Facebook unverzichtbar“- Performance Marketer entdecken das Netzwerk.

Seite 4:

Flipboard erstellt aus  Twitter und Facebook Inhalten ein E-Magazin.

Seite 11:

Sie klappt Marketing auf Facebook – Blog www.facebookmarketing.de

Seite 12:

Tradedoubler: Social Media Erweiterung. […] Publisher haben die Möglichkeit, direkt aus ihrem Account heraus, Tweets und Facebook Kommentare zu versenden.

Seite 14:

Social Media, ja … aber wie? – Der Eingangssatz des Artikels: Facebook und StudiVZ, Twitter und Youtube, Foursquare oder Mister Wong.

Seite 22:

Serie: Werben in Facebook. Weg mit der Excel-Liste.

Seite 24:

Headline: Starke Social-Media-Aktion

Subline: Auf Facebook, Twitter und Co.

Seite 27:

  1. Neues vom E-Commerce – oder wie Social Media verkaufen hilft. […] sprechen im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken wie Facebook […]
  2. Das verführte Weib. […] Insgesamt dominiert in Deutschland bei Produktempfehlungen die Online-Community StudiVZ, international führt Branchenprimus Facebook das Feld an.

Seite 28:

„Mobilität ein großes Thema“ – […] sei es über den OTTO Modeblog Two-for-Fashion, Twitter oder Facebook.

Seite 38:

  1. Affiliate bei Facebook – Tradedoubler entwickelt Social-Media-Anbindung für Publisher
  2. Edicos – Schnittstelle zu Facebook. Eine Verbindung zwischen Content-Management-Systemen und Facebook schafft die Lösung „WCMS-Facebook-Bridge“ ….

Seite 39:

Gruppenkauf bei Facebook Facebook eröffnet für Unternehmen und Shop-Betreiber immer mehr Möglichkeiten ….

Seite 50:

  1. Gastkommentar: Ist Facebook das neue Google?
  2. Datenschutz 2.0 – Zum Bußgeldverfahren des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar gegen Facebook wegen der Verwendung der Nichtmitgliedern schreibt ein Leser auf Internetworld.de …
  3. Rubrik „Gehört“: Zitat des Chefredakteurs Timm Klotzek (37) von „Neon“: Wir fühlen uns aber keineswegs als Redaktionsdinosaurier, die, immer wenn das Wort Facebook fällt, anfangen, hektisch im Brockhaus zu blättern.“

Beim Sichten dieser Ausgabe der Internet World Business hätte der Brockhaus insgesamt  16 Mal bemüht werden müssen. Diese Anzahl Erwähnungen in einer Ausgabe – das schafft nicht mal Google.

Veröffentlicht von

Dalila

Seit 1998 online und bekennender Online-Junkie. Fragt sich häufig, wie sie vor 1998 das Leben organisiert hat. Ist nur tageweise Naturfreund, raucht nicht mehr, isst keine industriell verfeinerten Lebensmittel, fährt seit drei Jahren mit wachsender Begeisterung Fahrrad, wohnt in der schönsten Stadt Deutschlands im nicht ganz so schönen, dafür sehr lebendigen Schanzenviertel.

Ein Gedanke zu „Das schafft noch nicht mal Google“

  1. hehe, da haben also die Internet World Business und dein Blog mindestens eine Gemeinsamkeit: Die permanente Erwähnung von Facebook ;-)

    Aber ob Facebook gut/nötig/sinnvoll ist oder nicht, muss man vielleicht gar nicht entscheiden. Denn häufig ist *auch* das Gegenteil richtig ;-) mehr dazu: http://ow.ly/2ma7F

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