Social Media Workshop ohne Facebook

Vor zwei Monaten habe ich mit einer Kollegin einen Social Media Workshop für unsere deutschen und internationalen Kollegen vorbereitet. Eine – zugegebenermaßen nicht besonders kreative Frage zum Einstieg war – was ist Social Media für euch? Warum wohl waren wir nicht überrascht, als

  1. Twitter und
  2. Facebook

genannt wurden?

Mein „Nichtvorhandensein“ auf Facebook konnte ich elegant kaschieren, indem ich von meinen Erfahrungen mit zwei Twitter-Accounts berichtete und dass ich in zwei Business-Netzwerken zu finden bin. Facebook mussten wir zum Glück auch niemanden erklären – gefühlte 98 Prozent unserer Kollegen sind bereits dort.
Seit der Recherche für diesen Workshop bin ich übrigens Fan der Reihe „… in Plain English“ – aber schaut und hört selbst – als Einführung in das Thema super – und Facebook kommt dort erstaunlicherweise erst an zweiter Stelle.

Fazit: Klippe umschifft – Social Media Workshop auch ohne Facebook gelungen.

Startschuss für Social Media ohne Facebook

Heute, am 1. August 2010 – um 12:00 Uhr – ist das Experiment „Social Media ohne Facebook“ gestartet.
Die Idee hierzu ist am Donnerstag, den 29. Juli 2010, um 21:30 Uhr geboren. Eigentlich wollte ich nur die  neue WordPress-Version 3.0  ausprobieren,  mit den Einstellungen rumspielen und einen Blog ins Leben rufen, der ein Thema hat, zu dem der eine oder andere  etwas zu  sagen hat. Entweder als  Facebook-Jünger, als Verweigerer – oder irgendwas dazwischen:

Dem geschuldet, habe ich die News seit Freitag nicht  verfolgt, sondern war mit MySQL, Theme-Auswahl, Widgets und Plugin-Installationen beschäftigt.

Samstag abend,  entspannt vor dem TV, das Notebook vor der Nase, die Cruise-Days in Hamburg in Anbetracht des Regens im TV und  nicht live betrachtend, springt mir über Google News  der Aufhänger entgegen, den ich genau zu diesem Thema gesucht habe:

Die Zeit online titelt: Alle anderen sind auch bei Facebook.

Lest diesen Artikel – kommt  wieder her – und dann schauen wir mal, ob ich unter eurer Aufsicht und den Argumenten pro Facebook nicht vielleicht doch schwach werde und mich als Privatperson* der Facebook-Gemeinde anschließe?

Bis dahin werde ich die Versuchungen, Aufreger und sonstigen Kontakte in der Off- und Onlinewelt doku- und kommentieren.

Zum Start könnt ihr weitere Hintergrundinformationen zum Thema und  zu mir auf den statischen Seiten About und Über mich erfahren.

Und wer mitmachen möchte: Die Registrierung ist nur einen Mausklick entfernt. –Und worum geht es denn jetzt
Ich behaupte, dass man als bekennender Online-Junkie – oder netter ausgedrückt – Social Media Addict – auch ohne Facebook-Account leben kann.

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*Was ich von der Wette ausschließen möchte: Sollte mein Arbeitgeber im Zuge einer Social Media Strategie entscheiden, dass auch ich auf FB aktiv werden muss, werde ich mich nur zu einem gewissen Grad verweigern können.

Gastbeitrag: Braucht der Mensch Social Media?

Muss man selbst Brötchen backen, also Bäcker sein, um leckere Brötchen zu essen. Muss man nicht. Bei uns um die Ecke gibt’s zum Beispiel Stenzel, der kann das viel besser als ich. So in etwa begründe ich meine Totalverweigerung, was Social Media angeht. Viele Digital Natives und noch mehr übereifrige Digital Immigrants meinen, auf Teufel komm raus jeden Schritt den sie tun, der Welt preiszugeben. Danach wird über ungenügenden Datenschutz gejammert.
Hänge ich an meine Haustür ein Schild: „Leute kommt doch alle einfach mal rein und übrigens, es gibt Freibier“, wenn ich meine Ruhe haben will? Bestimmt!
Klar kann es durchaus in Twitter in Ausnahmefällen interessante und brühwarme Informationen aus erster Hand geben, dem verschliesse ich mich auch nicht. Es spricht meiner Meinung nach aber nichts dagegen, diese Informationen einfach zu konsumieren (siehe Brötchen).

Am 1. August 2010 geht es los!

Wie schaffe ich es in der heutigen Zeit ohne Facebook zu überleben. Werde ich, aller Unkenrufe zum Trotz, der Versuchung widerstehen können, der aktuell über 500 Millionen zählenden Gemeinde beizutreten.

Mindestens 365 Tage möchte ich online dokumentieren, wie schwierig das ist.

Ich werde hier die subtilen und nicht ganz so subtilen Verlockungen, die mich täglich, wenn nicht stündlich  im Netz, an Litfaßsäulen, in Zeitschriften, im Freundes- und Kollegenkreis in den Bann ziehen, dokumentieren.

Wieviel leichter wäre es, wenn ich auf die Frage „und du bist doch bestimmt auf Facebook “ mit einem lockeren „na klar“ antworten könnte. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Heute und morgen widme ich mich noch  den spannenden Dingen wie Theme auswählen, Plugins, Widgets und was es sonst  noch mit neuen WP-Blogs zu installieren, auszuprobieren und zu tüddeln ist. Am Sonntag beginnt die wahre Geschichte.