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Manchmal passiert einfach zu viel …

BTT: Im Zuge einer Aufgabe “Virals und Buzzes” im Kurs vor zwei Tagen über die Aktion #charitywater gefallen. Möchte hier nicht groß die Werbetrommel rühren, lest einfach selbst und entscheidet ob ihr mit eurem Geburtstag, einem Tweet oder einem Facebook-Eintrag helfen wollt.
Auf meine Frage “macht ihr auch was “mit Wasser”?
Sie – hocherfreut “Ja – der Lonny kann dir dazu was erzählen”. [...] Den Mittelteil erspar ich euch, war aber super lustig, den beiden zuzuhören. Habe mir kurz erklären lassen, was die Malteser sonst so machen, flugs das Formular ausgefüllt, einen überraschten Blick beim Ausfüllen meines Geburtsjahress geerntet (Lotte, falls du das lesen solltest “you made my day”, der Blick war großartig).

Offiziell eingetragene Heldin - Schwarz auf Weiß
Da ich nicht mit einem echten richtigen akademischen Titel dienen konnte,
sie mich aber nicht ohne ziehen lassen wollte, hat sie mir den
Ehrentitel “HELDIN”
verliehen.

Die Maltesersonne gegen schlechte Laune - ist das nicht süß?
Weil Nähe zählt, ob on- oder offline. Und wenn es nur einem Kind besser geht, weil ich jetzt einen kleinen Beitrag leiste, und nur einer von euch sich überlegt, auch irgend etwas gemeinnütziges anzugehen, dann ist das social – ob mit oder ohne media.
In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal
Lange ist es mir geglückt, mich an Facebook vorbei zu mogeln. Ich habe den Versuchungen widerstehen können, die zahllose Spiele, Gewinnspiele und Fanseiten meiner Lieblingsmarken nicht zu “liken”.
Hatte mich daran gewöhnt, dass die Hälfte meiner Apps nicht richtig funktionieren, weil sie am besten via Facebook kommunizieren.
Selbst den Abschluss Fachwirtin Social Media BVDW habe ich erfolgreich ohne Account meistern können. Wer als Thema für die Diplomarbeit “die Reduzierung von E-Mail in Unternehmen …” wählt, braucht keinen FB-Account.
Ablenkung durch Google+
Mit Begeisterung den Start von Google+ verfolgt, und seit August 2011 gecircelt und geplusst was das Zeug hält. Komplett davon überzeugt, dass ich jetzt erst recht keinen Facebook-Account mehr brauchen werde.
Grund 1 – Teil des Social Media Teams
Grund 2 – E-Learning Kurs Community Management der ADWH Hamburg
Per 15. März 2012 erkläre ich die Wette als offiziell verloren …
denn seitdem bin ich auch dort zu finden. Wenn das UI von Facebook nicht so altmodisch aussehen würde, könnte ich mich fast dafür begeistern
Überleben kann man im Social Web durchaus ohne Facebook, es wird einem aber nicht gerade leicht gemacht.

Zufälligerweise sind die Wettpartner meiner Anti-Facebook-Wette live als Zeitzeugen dabei gewesen, so dass ich dort nicht völlig ohne “Freunde” bin.
Eindruck nach den ersten drei Tagen:
Nachdem ich beschlossen habe, mir keine Gedanken über Serverstandorte, Datensicherheit, den mir unsympathischen Betreiber der Plattform Mark Zuckerberg zu machen, gibt es jetzt ein weiteres Netzwerk, über das ich mich mit Informationen versorgen kann und meinen recht übersichtliche Anzahl an Freunden mit mehr oder weniger sinnlosen Statusmeldungen beglücken kann. Bis ich die Filter und Listen richtig eingestellt habe, werden noch einige Tage vergehen
BTW – Google+ wird mein Netzwerk erster Wahl bleiben – behaupte ich jetzt einfach mal.
Google hat das Einladen für die Google-Plusser vereinfacht, es funktioniert jetzt mittels Linkweitergabe.
Wer es bis heute geschafft hat, ohne GooglePlus auszukommen, kann es entweder weiter verweigern oder die Einladung über den folgenden Link annehmen. Ich freue mich, euch auf Google+ zu lesen.
Invite für GooglePlus
MultiMi – meldete sich mit dem Hinweis, dass es Probleme habe, jetzt beendet wird und sich wieder melden würde, wenn es eine Lösung für das Problem gibt.
Gut, denk’ ich, kommunikativ die Software, zeichnet sich nur gerade nicht durch Stabilität aus.
Das Symbol für das Programm verschwand aus der Taskleiste. Trotzdem erhielt ich noch die Infos über neue E-Mails, Tweets etc. – was halt so eingestellt war. Gestern noch gedacht, schad’ ja nix, mit dem nächsten Neustart sicher gut.
Heute Rechner gestartet, MultiMi, da noch im Autostart aktiviert, hat sich mitgestartet. Das Problem von gestern wohl schon wieder gelöst.
Um meinen betagten Rechner beim Starten nicht weiter auszubremsen, über das MultiMi-Symbol in der Taskleiste versucht, den Autostart abzustellen. Dieser Versuch wurde mit dem Hinweis quittiert, dass das wegen irgendwelcher Registry-Einstellungen nicht möglich sei. Solche Meldungen werden mit der sofortigen Deinstallation geahndet und führen zu vorzeitigem Testende
Die Deinstallation über die Systemsteuerung scheint geklappt zu haben, auch wenn sich parallel dazu der Browser mit der Website von MultMi verbindet und mir diesen vertrauenserweckenden Text anzeigt:
Server Error in ‘/’ Application.
An existing connection was forcibly closed by the remote host
Description: An unhandled exception occurred during the execution of the current web request. Please review the stack trace for more information about the error and where it originated in the code.
Exception Details: System.Net.Sockets.SocketException: An existing connection was forcibly closed by the remote host
Source Error:
An unhandled exception was generated during the execution of the current web request. Information regarding the origin and location of the exception can be identified using the exception stack trace below.
Stack Trace: [...]
Schon wegen der fehlenden Google+ Unterstützung ist MultiMi nicht sinnvoll einzusetzen, es scheint viel Ressourcen zu verbrauchen und die Fehlermeldungen bringen keinen Spaß. Das war wohl nix mit der “All-in-one-Lösung”.
Heute morgen den Hinweis auf eine Windows Software namens MultiMi gefunden, die einem die verlorene Übersicht über die eigenen sozialen Netzwerke zurückgeben soll.
Völlig überrascht, dass es so etwas wie neue Software für Windows Computer im Zusammenspiel mit Social überhaupt noch gibt, musste ich mir MultiMi eben installieren. Kaum gestartet, wollte ich es erst sofort wieder deinstallieren, denn unter “Social” kann man lediglich Facebook, LinkedIn und einen Twitter-Account hinzufügen. Ein Google+ ist weit und breit nicht zu sehen. Warum ich trotzdem einen 2. Blick geworfen habe: Immerhin stehen die anderen Google-Dienste zur Verknüpfung bereit, so dass die Integration von Google+ nicht illusorisch scheint.
Um die Auswahlmöglichkeiten nicht mittels Bildern zu zeigen, habe ich die Gelegenheit genutzt, das Onlinetool screenr auszuprobieren. Auf eine Besprechung der Screens habe ich verzichtet, ist ja nur ein Test des Onlinetools ![]()
Hat man die einzelnen Kanäle Messages, Social, Events, Photos, Media, Documents mit seinen Netzwerken und Zugangsdaten befüllt, erscheinen die Inhalte recht ansprechend auf dem Bildschirm.
Auf der Homefläche werden die Message, Photos und Popular Contacts angezeigt, ebenso die nächsten Events aus dem Kalender und am unteren Bildschirmrand die Social Aktivitäten.
Bei der Eingabe der Zugangsdaten wurde mir versichert, dass die Daten nicht auf den Servern von MultiMI sondern nur auf meinem PC gespeichert bleiben. Ich vertraue darauf, dass irgendein Sicherheitsprofi zu dieser Software seinen Senf dazugibt.
Liebe Besucher, die Statistik dieses Blogs hat mir verraten, dass ich mehr als einen Leser habe. Ich frage mich regelmäßig, was euch interessieren könnte, wenn ihr hier gelandet seid.
Der folgende Beitrag ist für alle gedacht, die mich nicht real, sondern nur virtuell kennen. Er erklärt die Entstehung dieses Blogs, des Themas und des Untertitels.
Das Thema scheint auf den ersten Blick zu suggerieren- ich sei eine “Facebookhasserin” oder “Datenschutzhysterikerin”, dem ist aber nicht so.
Ich könnte heute darüber schreiben, dass ich zu einer “Facebookhasserin” werden könnte, wenn ich weiterhin trotz rasanter DSL-Leitung ebenso so lange auf den Aufbau einer Website warten muss wie 1998. Und nicht mein Provider hat Schuld, sondern die “Nicht”-Responsezeiten diverser Ad-Server und am besten finde ich den Hinweis in der Statuszeile des Browsers:
Und das, obwohl ich mich sicher nicht mit Facebook connecten möchte ! Nein, darüber schreibe ich heute nicht. Habe aber die Hoffnung, dass mir jemand den Trick verrät, mit welchem Plugin (für FF, Chrome; IE, Opera) ich diese Verbindungssuche blocken kann
Und nein, ich schreibe heute auch nicht darüber, dass ich einen Reminder von Facebook erhalten habe, wieder mit dem Betreff “Gratis Gewinnspiele”, dass ich mich doch dringend registrieren sollte. Ich wärme ungern alte Aufreger auf.
Heute gibt es einen kleinen Einblick in die relativ* wahre Hintergrundgeschichte, die mich zu diesem Blog führte. In meiner letzten Vorlesung zum Thema Social Media begann der Referent (Sebastin Küpers) mit einer netten Zeitschiene der Historie des Social Web, die er mit 1999 datierte – meine Web-Historie beginnt fast zeitgleich in 1998.
*relativ deshalb, da ich nicht mehr so ganz genau weiß, was zu welchem Zeitpunkt genau passierte.
PCs in der Leistungsklasse, die ich gern hätte, werden gerade (für mich) bezahlbar. Dank eines guten Freundes kann ich mir die Wunsch-Komponenten aussuchen, er bastelt was zusammen und lässt mich mit dem guten Stück allein. Habe mit Windows 95 begonnen und wechselte schnell zu Windows 98. Der erste selbständige Grafikkartentausch war ein spannendes Abenteuer.
Modem: 14.4 oder 28.8 – Der 98-PC funktioniert übrigens immer noch und dient meiner 80jährigen MA als Schreibmaschine für E-Mails und als Spieleplattform.
Zwischenzeitlich hat Matrox die erste Grafikkarte für den Dualbetrieb unter Windows auf den Markt gebracht, was mich begeisterte, nachdem ich das in einem Gravis-Shop gesehen hatte, wie groß auf einmal die Arbeitsfläche sein kann. Zwischenzeitlich hatte ich noch zwei weitere PCs zu einem Netzwerk verbunden, damit – wenn meine Freundinnen zu Besuch waren, wir Netzwerkspiele machen konnten. Zwischenzeitlich brauchte ich den Freund nicht mehr, um Grafik- oder Netzwerkkarten ein- oder auszubauen.
Modem: war wohl schon bei 56er angelangt – die Kosten für die Internetverbindungen stiegen mangels Flatrate ins unermessliche, denn ich entdeckte den Spaß daran, alles was neu an Messenger-, Chat- oder Communities online ging, auszuprobieren.
Ihr lieben Digital Natives da draußen, eine Video-Konferenz mit drei Personen über eine Modem-Verbindung zu starten, war damals ein langwierigens, kostspieliges und oft nicht funktionierendes Abenteuer.

iMac: So schaute das gute Stück 2000 aus.
Als es die ersten Flatrate-Angebot von der Telekom gab, war ich begeistert und um rund 200 Euro monatlich reicher. Windows-PC hatte ich drei, zwischendurch einen iMAC der ersten Generation ausprobiert, aber da der Kleine häufiger abstürzte, als die Windows-Kollegen insgesamt – habe ich den Ausflug in die Apple-Welt nach ein oder zwei Monaten abgebrochen. (Ja, vielleicht ist dass die die Ursache, dass ich danach wieder kein Apple-Produkt ausprobiert und auch kein iPhone mein eigen nenne, dieses Erlebnis hat mich damals geprägt).
Die erste Community, in der ich mich richtig lange tummelte war Lluna. Das besondere an dieser Plattform war:
Man konnte ein Bewegtbild von der Webcam als Avatar einbinden. Das führte regelmäßig dazu, dass die Verbindungen zusammenbrachen, aber es war neu und man konnte gemeinsam mit den anderen Usern auf der Plattform andere Websites absurfen und sich darüber austauschen.
Total lustig und Lluna war seinerzeit nicht ein Chat, in dem die erste Frage nicht jugendfrei und die zweite es schon gar nicht war. Wir tauschten uns einfach nur darüber aus, wie man denn die verflixte Kamera zum Laufen bringt und honorierten besonders gelungene Cam-Einblendungen mit virtuellem Applaus.
Auf der Suche nach Belegen für LLuna bin ich sogar noch fündig geworden: auf dooyoo.de sind die damaligen Bewertungen nachzulesen: Testberichte zu Lluna.de
MSN Communities – später MSN Groups
Damals meldete ich mich bei fast allem an, was ein Registrierungsformular sein eigen nannte, so auch über den MSN in den seinerzeitigen Communities resp. später Groups.
Dort konnten die User – man lese und staune, Bildergalerien anlegen und diese für Freunde freigeben. Es gab Foren zu Spezial-Themen – von Windows-Hilfe bis zu Häkel-Kreisen – die von Usern für Usern gemacht wurden. Es gab die Möglichkeit, seine Community zu gestalten, also Seiten mit oder ohne HTML-Kenntnisse online zu erstellen und zu verwalten – (oops, war das nicht schon User Generated Content?) man konnte Freunde in die Gruppe einladen, anderen Gruppen beitreten und sich Nachrichten zukommen lassen.
Damals mit dem Helfer-Syndrom behaftet, führte ich ein oder drei Communities zu unterschiedlichen Themen und half den Besuchern bei den täglichen Problemen des Computer-Lebens; Modems oder Netzwerkverbindung einrichten waren die größten Probleme seinerzeit. Nebenbei füllte ich den Nachrichtenbereich mit aktuellen News aus der Software- und Onlinebranche. Als ich vom MSN Community-Team gefragt wurde, ob ich auch unterstützend für die offizielle Hilfe-Community auf MSN aktiv sein wolle, sagte ich jubelnd “Ja”. Auf aufgebrachte User im Forum beruhigend einzuschreiben, entwickelte sich zu einer meiner Kernkompetenzen.
Derweil ich also erste Erfahrungen im Community-Management sammelte, testete ich für mich und mit Freunden gemeinsam, weiter innovative Chat- oder Community-Plattformen.
Zu diesem Zeitpunkt begann es schon schwierig zu werden, die unterschiedlichen Kontakte der unterschiedlichen Plattformen unter einen Hut zu bringen. Neben ICQ, MSN Messenger, Yahoo! Messenger und all den anderen kleinen Anbietern wäre Trillian als Aggregator eigentlich eine schöne Lösung gewesen, aber aus irgendwelchen Gründen hat mich das Programm nie wirklich begeistern können. Anyway – mit den 350 Messengerkontakten, war es eh schlauer, wenn man sich als offline anmeldete, damit man überhaupt zu etwas Produktivem am heimischen PC kommt.
Warum wohl habe ich mich gewundert, dass um Second Life in Deutschland im Jahr 2006 so ein Wirbel veranstaltet wurde? Liegt vermutlich daran, dass ich bereits 2000/2001 als lustiger Avatar durch 3-D-Welten lief, mir Wohnungen einrichtete, Besucher empfangen konnte (mein 2. virtueller Besucher von dort sitzt jetzt sogar seitdem auf einem realen Sofa in unserem gemeinsamen Wohnzimmer), in anderen 3-D-Welten konnte man ganze Universen erobern in der Cyberworld sogar heiraten.

eigener Screenshot: Cybertown Cafe in 2001
Parallel konnte ich mein Hobby zu meiner Arbeit machen. Ein interner Wechsel in der Firma ließ mich fortan das Intranet konzipieren und betreuen.
Meine Begeisterung für das Internet war weiterhin ungebrochen, obschon die ersten Zeichen mich aufmerken ließen, dass nicht alles so nett und unkommerziell weitergehen kann. Vermehrt wollten Leute Geld im Internet verdienen, andere schalteten dusselige Banner auf ihren Community-Seiten und die Affiliate-Programme schossen wie Pilze aus dem Hyper-Boden.
Nachdem mir die Chatter-Welten unsympathischer wurden, da nicht mehr der technische Austausch sondern die Partnersuche in den Fokus traten, habe ich die Chat-Geschichten nicht mehr intensiv weiterverfolgt.
Habe mich auch aus den Communities zurückgezogen, um mich mehr um meine zahlreichen, unkommerziellen und damit völlig überflüssigen Websites gekümmert. Das CMS der Firma Data Becker – Web-to-Date 1.0 – hat mich seinerzeit begeistert, da es für ganz kleines Geld sehr viele Funktionen hatte, die bei anderen großen CMS nicht “out-of-the-Box” vorhanden waren.
Und wieder schlug das Helfersyndrom zu: Als mich jemand fragte, ob ich eine Hilfe-Community für eben diese Software mit aufbauen möchte, habe ich “Ja” gesagt. Die Moderation dort war angenehm. Dank eines hervorragenden Community-Managers wurde dieses Forum sehr erfolgreich und sogar von Data Becker als Anlaufstelle für kostenlosen Support angegeben. Aus Zeitgründen musste ich dort leider nach zwei Jahren sämtliche Aktivitäten niederlegen.
Die Software gibt es zwischenzeitlich in Version 7.0 – ich bin bei 6.0 hängengeblieben, da mich WordPress mehr begeistert.
Genug von Chats, Websites, Foren habe ich das Internet eine zeitlang nur als Spielekonsole und unersetzbaren Begleiter gesehen. Ich wusste seinerzeit schon nicht mehr, wie ich zehn Jahre zuvor jemals eine Rechnung bezahlt habe. Beruflich habe ich zwischenzeitlich für meine Kollegen, die bis dato kein Internet zur Verfügung hatten, Internet-Einsteiger-Schulungen gehalten.
Habe verfolgt, wie die damaligen Suchportale nach und nach in Google oder verdrängt wurden. Ich erinnere mich kurioserweise noch genau daran, wie ich das erste Mal den Link über ein Messenger-Programm erhalten habe mit den Worten: Schau mal, das ist doch mal eine coole Suche.
Dem geschuldet, dass ich eine umfangreiche Favoritensammlung daheim und in der Firma hatte, war ich natürlich begeistert, von del.icio.us zu erfahren. Für mich ist und war es damals nur eine Lösung, von überall Zugriff auf die eigenen Favoriten zu haben. Ist natürlich eigentlich völliger Nonsens, da ich dort in den seltensten Fällen etwas nachschlage, aber durch die Social Media-Thematik ist aus einer schnöden Linksammlung ein Social Media Tool geworden. Tag-Wolken gabs dort übrigens auch damals schon.
Zwischendurch habe ich neben den statischen Websites noch das Bloggen ausprobiert. Meine erste eigene WordPress-Installation hat mich Nächte der Verzweiflung gekostet. Ich wusste zwar, was ein FTP-Server ist, aber was das so mit MySQL auf sich hat, war mir nicht so sicher. Aber dank der Online-Manuals hat auch das geklappt.
Nachdem der Blog stand, konnte ich mich stundenlang mit den verschiedenen Templates befassen – der Designwechsel war damals noch etwas komplizierter, der Spaßfaktor nicht so hoch wie heute. Meine ersten Blogbeiträge datieren vermutlich von September 2003. Dieser Blog hat diverse Umzüge und Umbenennungen überlebt und hängt jetzt auf einer 1&1-Wordpress-Standard-Installation fest.
Facebook erblickt das Licht der Welt. Nachdem ich nicht auf SchülerVZ (zu alt) StudiVZ (nicht studiert) – MySpace (interessiere mich nicht für Musik) angemeldet war, lese ich ab und zu etwas über Facebook und frage mich; anmelden, nicht anmelden, anmelden, nicht anmelden.
Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich mich nicht irgendwann mit irgend einem Alias angemeldet habe, und einfach nur die Zugangsdaten verdaddelt habe.
Ein Schnelldurchlauf von Facebook von 2004 bis Oktober 2010 ist auf der Wirtschaftswochen zu finden: Der Aufstieg von Facebook
Da ich grundsätzlich den neuen Medien nicht abgeneigt bin, probierte ich openBC (jetzt Xing) aus. Meldete mich an, suchte nach Schulkameraden deren Namen mir noch einfielen und wurde tatsächlich bei dem einen oder anderen fündig. Habe den Account ansonsten einfach Account sein lassen.
Erst einige Jahre später – also jetzt, finde ich es grandios und aucht etwas unheimlich, dass man irgendwie mit jedem über irgendwelche Wege verbunden ist.
Das Internet beginnt mich punktuell zu nerven. Ich bekomme ein schlechtes Gewissen, da ich einfach Webspace verbrauche, ohne Geld damit zu verdienen. Sinnloser Zeitvertreib, Ressourcenverschwendung. Wenn man in Foren reinschaut, die sich mit Website-Themen befassen, folgt irgendwann die Frage, wie optimiere ich für Google, wie werde ich ein erfolreicher Affiliate, wie schaffe ich es möglichst viele Besucher auf meiner Seite zu haben. Mein Helfersyndrom zeigt Ermüdungserscheinungen.
Ich mache eine “neue-Techniken-sind-mir-schnurzegal-” und “lasst mich doch einfach in Ruhe Sims3-Spielen-Phase” durch.
Vom engeren Freundeskreis werde ich zwischenzeitlich als altmodisch bezeichnet, wenn ich zaghaft anrege, dass man durchaus im Restaurant versuchen kann, sich zu unterhalten, anstatt auf das Mobiltelefon zu starren oder zu tippen. Der Hinweis, dass man auf eine SMS nicht sofort antworten müsse, wird mit einem entsetzten Blick quittiert. Auch hier muss ich kurz einmal wieder zurück in die Geschichte. Denn als ich …
… 1995 mein erstes Mobiltelefon mein eigen nannte, wurde ich verständnislos angeschaut; wozu zum Teufel man denn so etwas brauche. Auch dass ich die nächsten 5 Jahre jeweils das von Connect als “bestes Handy der Welt gekürte Telefon” sofort haben musste, wurde nicht verstanden. Die gleichen Leute verstehen jetzt nicht, dass ich das Mobiltelefon auch einfach auf lautlos stellen kann.
Immer auf der Suche nach dem ultimativen Mobiltelefon sehe ich die ersten Ankündigungen für das iPhone. Das muss ich haben, denk ich, hört sich großartig an. Dann kommt es raus – und ich kaufe es nicht. Nicht wegen des schlechten Erstkontakts mit dem iMac, nicht weil es ungefähr wieder die Größe meines Briketts von 1995 hat, nein, es ist der Vertragsbindung mit der Telekom, die ich seit 2001 konsequent verweigere und als Nebenerscheinung hat das Teil noch nicht mal ein normales Radio.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag – nachdem ich es in jungen Jahren versäumt habe, zu studieren, möchte ich noch mal die Schulbank drücken. Über die “dda Deutsche Dialog Akademie” absolviere ich den Studiengang Fachwirtin Online Marketing.
Dort lerne ich zahlreiche Digital Natives kennen, die perfekt einhändig simsend über die Straße laufend SMS schreiben können und sich lustig darüber unterhalten, wie cool dieses oder jenes YouTube-Video ist. Ein Kommilitone hat mich begeistert. War firm mit allen Maßnahmen im viralen Marketing, aktiv bei der Planung von Guerrilla-Marketing-Aktionen dabei und ohne großes Gewese auf Twitter aktiv.
Twitter? Microblogging? Der Dienst, bei dem ich mich zwar anmeldete, ich habe befand, ok – Dalila – man muss auch akzeptieren können, dass es Dinge gibt, die man ab einem gewissen Alter nicht mehr machen muss.
Im Zuge des Studiums und der folgenden Projektarbeit habe ich etwas mehr über Twitter erfahren. Die Zugangsdaten von damals wiedergefunden – und geschaut, ob es Bekannte gibt. Einen Freund dort würde ich sicher finden, da war ich mir sicher. Als ich dort in seinen Followern stöberte, entdeckte ich – meinen Partner (vom realen Sofa) – der ansonsten jeglichen Social Media Trends so abgeneigt ist, dass uns schon fast die Gesprächsthemen ausgehen. Zur Rede gestellt, was machst du dort? “Ich guck’ nur nach Infos was die und die Firma so treibt – “… Das war das erste Schlüsselerlebnis: Information, in Echtzeit, direkt und ohne Streuverlust.
Irgendwann morgens, sitze verträumt vor der Timeline, erscheint eine Meldung von einem Earthquake in sonstwo. Ich schaue in den bekannte Onlinemedien und Newsmagazinen /Tagesschau, ZDF, Google News, CNN, N24/ ob das eine echte Meldung ist. Es häufen sich die Meldungen auf Twitter, in den Nachrichten nichts – dort erscheinen die Meldungen mit ziemlicher Verzögerung – das hat mich fasziniert.
Abschluss zur Fachwirtin Online Marketing mit der Abgabe der Diplomarbeit “E-Payment-Systeme: Entscheidungsgrundlagen für Händler im E-Commerce für die Auswahl von Online-Zahlungssystemen.” Interessante Leute kennengelernt und ein Diplom in der Tasche.
Noch immer nicht auf Facebook, obschon es die halbe Kollegenschaft ist, der Bekannten- und Freundeskreis sowieso. Zumindest diejenigen, die überhaupt online in irgendeiner Form aktiv sind. Online-Junkie M. aus Z. meint, ich müsse mich auf Facebook registriere, er brauche unbedingt mehr Freunde. Meine Erklärungen (siehe oben) werden vom Tisch gewischt, alles Quatsch – und überhaupt – irgendwann müsste ich mich anmelden, da führe kein Weg drumrum.
Mein lieber Freund M. aus Z. kennt mich zwar gut, aber konnte nicht ahnen, dass ich extrem widerspenstig auf “man muss irgendwas” reagiere. Die “Wette” gilt. Um es Social Media gerecht zu präsentieren, startete ich diese Blog – und um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, habe ich mich für den Studiengang Social Media bei der DDA angemeldet.
Auf Twitter bin ich mit zwei Konten aktiv – nicht um zu verwirren oder zu verschleiern, sondern um die Follower etwas zu “entwirren”.
Ein Stadtteil-Account @hamburgschanze – passend zum Blog blog.hamburg-schanze.de
Der Social-Media-Account @GrafDal, den ich ursprünglich angelegt hatte, um Kollegen zu demonstrieren, was Twitter ist und ihnen hierüber
Infos zukommen lassen konnte, um bei dem Aufbau der Social Media Strategie zu unterstützen.
Diverse Twitter-Gurus bezeichnen das Nutzen mehrerer Accounts als unprofessionell – ich möchte meinen Social Media-Folgern aber die Stadtteil-Infos nicht zumuten und andersrum den Schanzenviertel-Folgern nicht mit den Social Media Infos den Tag verderben.
Was ist deine/ihre Meinung zum Thema mehrere Twitter-Accounts? Gern über die Kommentarfunktion mitteilen!
Dieses Jahr habe ich damit begonnen, mich intensiver mit der Geschichte des Internets, dem Web und den Auswirkungen auf die Gesellschaft zu beschäftigen. Lese gerade das nicht neue, aber trotzdem interessante Buch von Tim Berners-Lee “Der Web-Report“, und fand einige Ansätze in Nicholas Carrs Buch “Wer bin ich, wenn ich online bin – und was macht mein Gehirn solange” interessant.
Und – ich bin auf der Suche nach einem spannenden Thema für die Diplomarbeit zum Thema Social Media. Vorschläge über die Kommentarfunktion sind willkommen. Wenn ich ein Thema übernehme, verschenke ich die beiden oben genannten Bücher an den Ideenspender.Update 09.07.2011: Die Arbeit ist geschrieben – das Thema das ich mir ausgesucht habe: “Lösungsansätze zur Reduzierung der E-Mail-Kommunikation in Unternehmen durch Social Software”. Bin gespannt, was es für eine Note wird.
Ich bin nicht auf Facebook, weil ich noch keinen Grund dafür gefunden habe.
Jetzt seid ihr dran: Wie sind eure Erstkontakte gewesen? Könnt ihr euch noch an die Zeiten vor Google erinnern?
Wenn ihr bis hierin komplett gelesen habt, habt ihr rund 3000 Wörter am Stück gelesen – Respekt. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht.
Was Nicolas Carr-These widerspricht, dass der moderne Mensch keine langen Texte mehr am Bildschirm lesen will oder kann
Update 09.07.2011: Seit Donnerstag, 05.30 am bin ich auf Google+ und bin (noch) begeistert. Aber diese Geschichte erzähle ich erst später …
Normalweise gefallen mir die die L’Oreal-Newsletter, hübsch grafisch aufbereitet und die eine oder andere Produktinformation findet sich auch. Doch dieser Newsletter ist anders.
Der erste Teil beginnt wie gewohnt mit einer netten Ansprache. Doch schon im zweiten Satz die Einladung zu Facebook. Wie soll ich das verstehen? Genügt es nicht mehr, den Newletter zu erhalten, muss ich mich jetzt auf Facebook anmelden, um aktuelle Informationen rund um die Produkte zu erhalten?

L'Oreal Newsletter - Part 1
Also kein Klick auf die Schaltfläche “f Jetzt besuchen!” sondern ich lese weiter:

Newsletter Part 2
L’Oreal hat offensichtlich einen Social Media-Berater der zur Fraktion gehört “auf Facebook muss geduzt werden”. Grundsätzlich bin ich dem “Duzen” nicht abgeneigt, aber doch bitte nicht mit “Liebe Frau Graf” beginnen und zwischendurch der Ansprachewechsel “Werde das Gesicht von sublime Mousse”.
Impliziert bei mir wahlweise;
Am Schluss wieder der förmliche Wunsch, “Empfehlen Sie unseren Newsletter weiter!” - Nö – denk ich, ich besuche auch niemanden auf Facebook und Fan werde ich schon gar nicht …
Wenn schon duzen, hätte mich ein entsprechender Hinweis gefreut, im Sinne von: “Liebe Frau Graf, L’Oreal ist auf den Social Media Facebook-Zug aufgesprungen, wir haben uns entschlossen, auf Facebook zu duzen, wundern Sie sich also nicht …”
Da ich diese Woche an mehreren Diskussionen zum Thema “Du oder Sie auf Facebook, Twitter & Co” beteiligt war, habe ich heute diesen Newsletter als Live-Beispiel herausgesucht, nutze die Gelegenheit zu schauen was L’Oreal mir als “Nicht-Facebookerin” auf Facebook zeigt und klicke auf den “Jetzt besuchen!”-Link:

Gerade auf der Seite gelandet und soll auf Gefällt mir klicken?
Der Link aus dem Newsletter ist direkt mit einer Begrüßungsseite verknüpft. Die Aufforderung – Klicke auf Gefällt mir und werde Fan – sieht etwas verzweifelt aus – und mir erschließt sich nicht, was der Anreiz sein soll, auf “Gefällt mir” zur klicken. Aus welcher Mafo kam der Tipp, einen Pfeil nach oben zu malen, damit der zukünftige Fan auch wirklich die “Gefällt mir”-Schaltfläche findet?
Den Du/Sie-Wechsel im Newsletter habe ich grade verkraftet. Jetzt mein Lieblingstext “Herzlich willkommen”. Freue mich, dass dieser Privat-Homepage-Einstiegssatz aus den 90er-Jahren noch seine Fangemeinde hat und hier richtig geschrieben wurde - kommt selten genug vor - lasse den Blick schweifen und finde doch noch das übliche “Herzlich Willkommen” …
Klugschwätzer-Modus on: “In Fügungen wie Herzlich willkommen! oder Seien Sie willkommen! schreibt man willkommen klein, da es hier als Adjektiv verwendet wird. [...] Quelle: Duden, 25. Auflage, Seite 1179 Klugschwätzer-Modus off
L’Oreal hat natürlich mehrere Seiten und -Überraschung – auch ein Gewinnspiel/Voting im Facebook-Portfolio. Grandios finde ich die Seite mit den Fotos für den Modelcontest und das “vote for Renate” – wer auch immer Renate sein mag. Ich vermute, sie wird das Traummodel für “sublime Mousse by Casting”. Auch dieser Anreiz reicht nicht, damit ich auf “Gefällt mir” klicke. Erhöht das mehrfache Hochladen eines Fotos die Gewinnchancen?
Wissen die zukünftigen Gesichter von “sublime Mousse” , dass auch ich ihre Sedcard* sehen kann, die weder Fan von L’Oreal noch überhaupt auf Facebook ist ?
Täglich auf der Suche nach einem Grund, Facebookerin zu werden, hat mich der L’Oreal-Newsletter und der Facebook-Auftritt nicht überzeugt. Ich warte weiter …
*Sedcard schreibt sich tatsächlich mit “d” und nicht mit “t”